- Klasse: Säugetiere (Mammalia)
- Ordnung: Nagtiere (Rodentia)
- Unterordnung:
Meerschweinchenverwandte (Caviamorpha)
- Wasserschwein (Capybara)
- Aguti
- Pampashase (Mara)
- Überfamilie: Meerschweinchenartige
(Caviidae)
- Unterfamilie:
Caviidae: eigentliche Meerschweinchen mit 5 Gattungen:
- Wildmeerschweinchen (Cavia
aperea) die Stammform von:
- Hausmeerschweinchen (Cavia
Porcellus)
- Wieselmeerschweinchen (Galea)
- Zwergmeerschweinchen (Microcavia)
- Bergmeerschweinchen (Kerodeon
rupestris)
Die Stammform unseres Hausmeerschweinchens
ist das Gebirgsmeerschweinchen (cavia aperea cutlerei)). Sie
leben in den grasreichen Hochebenen und Buschsteppen der Anden
bis zu Höhenlagen von 5000 m (Schneegrenze).
Sie finden Unterschlupf und Schutz vor Fressfeinden in Erdhöhlen
(teilweise selbst gegraben) und dichten Sträuchern und Gestrüpp.
Bergmeerschweinchen leben u. a. auch in Felsspalten und Höhlen.
Wildmeerschweinchen leben in Familienverbänden von bis zu ca.
18 Tieren. Das Rudel, das aus mehreren Weibchen und Jungtieren
besteht, wird von einem Männchen geführt, welches bei Streitigkeiten
innerhalb der Gruppe regulierend wirkt.
Meerschweinchen sind eine sehr kommunikative, gesellige
Tierart.
Sie kommunizieren ständig
durch unterschiedliche
Laute und
Körpersprache
miteinander.
Droht Gefahr, werden Warnlaute (pfeifen) ausgestoßen.
Sie versuchen sich dann in Höhlen oder Gestrüpp zu flüchten
oder verfallen in die Schreckstarre.
Das Verbreitungsgebiet der wilden Meerschweinchen in Südamerika
erstreckt sich über weite Teile des Landes.
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Die
Meerschweinchenverwandten stammen vermutlich von Stachelschweinverwandten
ab, die in der alten Welt, insbesondere in Afrika, verbreitet
waren und deren Nachkommen heute noch als Sandgräber, Felsenratten
und Rohrratten dort leben.
Man nimmt allgemein an, dass die Vorfahren der Meerschweinchen-
verwandten den damals viel schmäleren Atlantik auf Treibholz
schwimmend überquert hatten. Die Besiedlung Südamerikas erfolgte
vermutlich etwa zur Halbzeit des Tertiär, die ältesten Fossilienfunde
stammen aus Chile und sind rund 31 Millionen Jahre alt. Südamerika
war damals von den übrigen Kontinenten isoliert, so dass sich
dort eine ganz eigene Säugetierfauna entwickelte, vergleichbar
der Situation in Australien.
Aus diesem Grund konnten die Meerschweinchenverwandten einige
ökologische Nischen einnehmen, die für Nagetiere untypisch sind
und sich in dieser Form nur bei dieser Gruppe finden.
So gab es riesenhafte Formen: noch heute gehört mit dem Wasserschwein
der größte Nager zu dieser Gruppe. Es entwickelten sich auch
langbeinige Formen mit hufartigen Zehen, wie die Agutis und
die Pampashasen, die in gewisser Weise die ökologischen Äquivalente
der Paarhufer bilden.
Vor rund 2,5 Million Jahren schloss sich mit dem Isthmus von
Panama die Landverbindung zwischen Nord- und Südamerika, und
es kam zu einem Faunentausch in großem Ausmaß. Zahlreiche Säugtiergruppen
wanderten nun in Südamerika ein. Im Gegenzug konnten die bislang
auf Südamerika beschränkten Arten ihr Verbreitungsgebiet nach
Mittelamerika ausdehnen. (Quelle: www.wikipedia.de)
Wildmeerschweinchen, Cavia aperea

Pampashase, Mara (Dilichotis patagonum)

Wasserschwein (Capybara)
Diese wunderschönen Bilder sind in Uruguay bei den
Iguazu Wasserfällen entstanden und wurden mir von
Eva Huttner zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank!


grünes Aguti

Goldrückenagouti

Bergmeerschweinchen,Felsenmeerschweinchen,
Mokos

Zwergmeerschweinchen

Nutria, Biberratte
Man mag es kaum glauben, aber auch das Nutria
ist mit unseren Meerschweinchen verwandt.

Stachelschwein

Anatomie und technische Daten
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