Standort:
Das Gehege sollte an einem halbschattigen Standort
möglichst in der Nähe des Hauses gebaut werden.
Am Besten unter einem Baum.
Größe des Geheges:
Pro Meerschweinchen sollte
man ca. 1 m² oder mehr einplanen. Dann haben sie
genug Platz und auch im Winter ausreichend Möglichkeiten
sich zu bewegen, um ihre Körpertemperatur hoch zu
halten. Gestaltung/Einrichtung Es muss ein wetterfestes
(isoliertes) Haus, Schattenplätze und genügend Unterschlüpfe
vorhanden sein. Man kann es mit größeren Steinen
und Ästen, sowie mit hohlen Baumstammstücken oder
Tonröhren sehr abwechslungsreich gestalten. So kommt
keine Langeweile auf. Als Unterschlüpfe dienen auch
Holzhäuschen, Tannen- oder Fichtenzweige, Obstkistchen
aus Holz.
SEITENANFANG

Futterralley mit Hindernissen



SEITENANFANG
Die Wiese:
Am Besten eignet sich eine schöne Wiese mit möglichst
vielen Wildkräutern, z. B. Löwenzahn. Dann können
Sie getrost Ihren Rasenmäher verkaufen!
Das Haus:
Das wetterfeste Haus kann auf verschiedenste Weise
eingerichtet werden. Man kann auch in die Höhe bauen
und dort wie ein Regalsystem verschiedene Ebenen
einbauen, die durch flache Rampen miteinander verbunden
sind. Aber es müssen selbstverständlich vor den
höheren Ebenen Absturzsicherungen eingebaut werden.
Hier dürfen als wichtigster Einrichtungsgegenstand
die Schlafhäuser nicht fehlen. Sie können dann zum
Kuscheln genutzt werden und erwärmen sich im Winter
leichter. Wichtig ist bei der Auswahl des Baumaterials
auch, dass das Haus innen nicht feucht wird. Gerade
die Feuchtigkeit ist es, die die Meerschweinchen
krank macht. Ein Fenster ist auch wichtig, damit
die Meerschweinchen nicht im dunkeln sitzen. Im
Winter muss mit viel Heu und Stroh eingestreut und
ausgepoltert werden. Es muss spätestens nach 3-4
Tagen ausgemistet werden, damit keine Feuchtigkeit
entsteht. Ein einfacher Hasenstall, wie er oft im
Handel angeboten wird, genügt im Winter nicht.
Nur mal kurz an die
frische Luft - aber dann schnell wieder ins
Häuschen






SEITENANFANG
Einbruchsicherheit:
Das Gehege muss von allen Seiten, auch von oben,
so gesichert sein, dass keine Raubtiere wie Marder,
Katzen oder Greifvögel in das Gehege eindringen
können. Dafür sollte man keine Kosten und Mühen
scheuen und ein engmaschiges, 2 mm starkes Punktschweißgitter
verwenden. Überall, wo ein Hühnerei hindurch passt,
kann auch ein Marder durchschlüpfen. Ein einfaches
Hasengitter, genügt nicht, da ein blutrünstiger
Marder sich durchbeissen könnte (mir wurde in 2
Fällen davon berichtet). Marder können auch graben,
also muss ein stabiles Fundament oder ein ca. 30
cm tief eingegrabener Maschendrahtzaun hier eine
zusätzliche Sicherung bieten. Auch Hunde können
sich unter einem Zaun durchgraben.
Ernährung:
Das Wasser muss im Winter mindestens 3.4 mal täglich
gewechselt werden. man füllt immer gut warmes Wasser
ein, damit es nicht gleich wieder einfriert. Bei
Nippeltränken friert das Kugelventil zu schnell
ein, deshalb besser Trinknäpfe verwenden. Angefrorene
Futterreste müssen regelmäßig entfernt werden ,da
diese von den Meeris nicht gefressen werden dürfen.
Im Winter darf das Futter ruhig etwas kalorienreicher
sein, deshalb ab dem Herbst mit einem für Meerschweinchen
geeigneten Kraftfutter zufüttern. Auch Haferflocken
eigenen sich als Zusatzfutter. Wir verwenden Deukanin
Pellets mit Petersilie und Vitamin C oder Ovator
C Pellets. Sonst gelten die gleichen
Ernährungsregeln
wie im Sommer.
Umsiedeln ins
Aussengehege:
Der Umzug ins
Aussengehege muss im Frühjahr erfolgen, idealerweise
bei Temperaturen um 15C. Nachts darf es nicht mehr
gefrieren. Dann können sich die Meerschweinchen
an das Klima im Freien gewöhnen und sich an die
Jahreszeiten anpassen.
SEITENANFANG
Körperpflege:
Ein Gewitterregen macht Meerschweinchen nichts aus,
manche genießen im Sommer sogar eine kühle Dusche.
Im Allgemeinen aber sollte keine Meerschweinchen
über längere Zeit nass sein. Vor allem in der kühlen
Jahreszeit. Erkältungsgefahr! Bei langhaarigen Rassen
muss etwas öfter gekämmt werden als bei der Innenhaltung.
Ausserdem muss man bei der Gesundheitskontrolle
noch genauer hinsehen, denn bei der Freilandhaltung
ist die Gefahr eines Ungezieferbefalls wesentlich
höher. Milben und Haarlinge können sich schnell
vermehren. Würmer und andere Darmparasiten auch
bei Meerschweinchen ein Thema. Bei scheinbar grundlosem
Gewichtsverlust und ansonsten gutem Allgemeinzustand
kann ein Wurmbefall die Ursache sein. In diesem
Fall sollte man zum Tierarzt gehen und abklären,
ob eine Behandlung mit Wurmpaste sinnvoll ist oder
ob eine andere Erkrankung ursächlich ist. Viele
Krankheiten können auch durch Wildnager, die hier
gerne als Futtergäste kommen übertragen werden.
Sie sind unter Anderem auch Überträger der Kokzidien.
Schnell hat sich ein Mäuslein in den Käfig eingeschlichen
und frisst frech unseren Meeris das Futter weg.
Seit unsere Meeris ihre neue Villa haben, ist diese
Problem allerdings behoben.
SEITENANFANG

Meerschweinchen in
Aussenhaltung im Winter
SEITENANFANG