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Wir Meerschweinchen und die Kinder
Also, wenn Sie mich fragen, mit den Kindern ist das so eine Sache. Eigentlich haben wir ja nichts gegen die Setzlinge unserer Zweibeiner. Aber manchmal können die uns richtig nerven. Wenn sie uns z.B. stundenlang rumschleppen, plärren, wenn sie uns abgeben müssen, uns einfangen, wenn wir es nicht wollen, oder uns gar noch fallen lassen. Dann sind die auch immer so laut, wo wir doch so empfindliche Ohren haben. Aber am schlimmsten ist, wenn die sich streiten, wer - wen - wann halten darf. Dabei sind wir doch so viele, da muss man doch gar nicht streiten. Und überhaupt, wir wollen doch gar nicht dauernd hochgehoben werden.
Und wenn es schon unbedingt sein muss, dann bitte richtig.
Außerdem wäre da noch die Sache mit der Käfigreinigung. Wenn die Eltern unserer Zweibeiner nicht wären, wären wir ganz schön arm dran, und würden wahrscheinlich im Dreck ersticken. Na ja, ich kann ja verstehen, dass die vor lauter Schule und anderen komischen Sachen wo ihre Eltern sie immer hinschicken nicht soviel Zeit haben. Aber, das möchte ich doch betonen, wir legen großen Wert auf ein sauberes Zuhause.
Mampf, wo ist mein Heu? Haben die doch glatt schon wieder vergessen, uns was zum mampfen zu geben! Hilfe, hört mich denn keiner? Quieeeek! Ich habe Huuunger! Na endlich, da kommt einer von den "Alten"! Und schon werden die "Jungen" wieder geschimpft, weil sie vergessen haben uns zu füttern. Dabei sind doch Alle in der Familie verantwortlich für uns, auch die Eltern, denn die haben den Kindern ja schließlich erlaubt, dass wir ins Haus kommen. Da müssen die schon mithelfen. Na ja, die Kinder müssen wohl ziemlich lange gebettelt haben, dass sie ein Meerschweinchen wollen. Das Blaue vom Himmel haben sie versprochen, was sie alles tun wollen, wenn sie denn nur ein Meerschweinchen bekommen. Und jetzt? Sind halt eben Kinder. Die wissen noch nicht was das heißt, ein Tier zu versorgen. Und genau das sollten die Eltern ihren Kinder so nach und nach vermitteln. Die lieben Kleinen begreifen das aber oft erst, wenn das Tier schon da ist. Und wenn die erst merken, dass so ein Tier eigentlich kein Spielgefährte ist, und richtig Arbeit macht, verlieren sie oft die Lust. Und dann werden wir liegengelassen, als wären wir Stofftiere. Wenn wir Glück haben, versorgen uns dann noch die Eltern. Aber wenn`s ganz schlimm kommt, setzen die uns aus oder bringen uns in so ein Tierheim. Traurig, traurig, traurig.
Die Verständigung zwischen uns verschiedenartigen Lebewesen ist auch manchmal ziemlich schwierig. Wir sagen denen ja was wir gerne möchten, aber irgendwie versteht uns keiner so richtig. Und wir verstehen die Zweibeiner manchmal nicht. Aber eine Sprache verstehen wir immer: Futter! Also liebe Eltern, bevor Ihr Euch einen, oder besser drei, von uns ins Haus holt, überlegt bitte genau, ob Ihr Eure Kinder unterstützen wollt. Das müsst Ihr nämlich tun, denn die Kids sind mit der Versorgung eines Haustieres meistens überfordert. Sie können und sollen zwar schon mithelfen, aber so ganz alleine geht es nicht. Und Eure Kinder brauchen Anleitung von Euch, da seid Ihr, liebe Eltern gefordert.
Einen schönen Blog zum Thema Kinder und Haustiere habe ich hier gefunden.
Liebe Grüße
Euer Moppel Toblerone