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Geschichten und Besinnliches
Wie wir zu unseren Schweinchen kamen
Am Anfang war da ein Kinderwunsch: "Mama, ich will ein Meerschweinchen!" Na, das kennt man ja als Eltern... Früher hatten wir 3 Katzen, die alle nicht mehr unter uns weilen. Seit 2006 hatten wir ja schon 2 dsungarische Zwerghamster. Und nun wollten unsere Kinder also Meerschweinchen. Nach langen und intensiven Gesprächen mit unserem Papa, habe ich mein Mutterherz doch wieder erweichen können. Schließlich musste ich ja möglicherweise damit rechnen, dass die Kinder irgendwann das Interessen an den Tieren verlieren und die Arbeit an mir hängen bleibt. So sind Kinder eben. Und nicht nur ganz kleine. Bislang hatte ich von Meerschweinchen nicht mehr Ahnung, als dass ich wusste: Es sind Nagetiere. Das war`s. Also, noch schnell ein paar Infos aus dem Internet geholt. Wir beschlossen also: Die Tiere bleiben draussen, und wir brauchen einen Stall. Den wollten wir selber bauen. Dann haben wir eigentlich alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann. An einem Samstag Morgen sind mein Mann und ich, ganz alleine, ohne das Wissen der Kinder, zu Dehner gefahren, nur um mal zu schauen wie so ein Stall aufgebaut ist, ob man den nicht evtl. selber bauen kann. Es kam wie es kommen musste: Sehr guten, preiswerten Stall gefunden, beschlossen: Fertig kaufen ist in diesem Fall besser, wegen der Blechwanne, eingepackt. Freilaufgehege, eingepackt und dann die entscheidende Frage von meinem Mann: Wie sehen Meerschweinchen eigentlich in Natura aus? Wir, auf das Gehege zugesteuert um nur mal zu schauen, da saßen sie: Freddy und Pucky, unsere beiden süßen Angora Männchen (Damals kannte ich noch nicht mal die Rasse) Die mussten einfach mit. Soviel wussten wir schon, dass es mindestens 2 sein müssen. Verkäufer aufgegriffen und nachgefragt: Männlein oder Weiblein? "Das sind Männchen, Weibchen haben sie zur Zeit keine." Kann man die zusammen halten? "Ja, wenn kein Weibchen dabei ist." So die lapidare Aussage. Noch schnell ein bisschen Futter eingepackt, 10 Kg Heu, Einstreu und ein Häuschen, . Mit einem Auto voller Meerschweinchenzubehör und den beiden Tierchen sind wir also dann als Überraschungspaket nach Hause gefahren. Man kann sich vorstellen, wie groß die Freude bei unseren Kindern war. Dann ging der Stress (nicht nur für uns) los. Schnell den Stall aufgebaut, (in der Zwischenzeit stand bereits der Freilauf in der Küche und Pucky und Freddy saßen ängstlich in ihrer Schachtel). Als der Stall dann eingerichtet war, beschlossen wir, es ist noch zu kalt um die Kleinen raus zu setzen. Die müssen vorläufig noch hier bleiben. Freilauf ins Wohnzimmer gestellt und Meerschweinchen samt Häuschen reingesetzt. Dann haben wir erst das eben erstandene Buch gelesen, und gestaunt, was wir alles nicht wussten. Daraufhin haben wir viel gelesen, gesurft und geändert. Denn, wir wollten ja, dass es den Tieren gut geht. Aber irgendwie haben wir uns mit den Meerschweinchen einen bösen Virus eingeschleppt, die Krankheit hat uns ab dem Kauftag befallen: Meeritis Wir haben bereits 8 Tage später Roxy und Fleckerl erstanden, weil sie uns so gut gefallen haben. Dann wurde es wild im Wohnzimmer: Pucky und Freddy, die sich vorher vertragen hatten, vertrugen sich plötzlich nicht mehr. Es gab wilde Auseinandersetzungen und wir beschlossen, den Freilauf in 2 Teile zu trennen und in jeden 1 Pärchen zu setzen. Das war dann besser. Im Alter von 12 Wochen haben wir dann Freddy kastrieren lassen, danach wurde es langsam ruhiger. Aber die Meeritis, die uns befallen hatte, wurde nicht besser. Als ich eines Morgens, wieder bei Dehner unsere Sarotti und Angelina sah, (eigentlich wollte ich Blumen kaufen), ging es wieder dahin. Nun waren es 6. Später kam dann noch Lilly dazu, ich fand sie einfach unwiderstehlich. Sie ist aber aus einer anderen Zoohandlung, genau wie Fleckerl und Roxy. Nun sind ein paar Monate ins Land gezogen und wir sind um einiges weiser und schlauer geworden. Was ich mit dieser Geschichte sagen will, ist, dass Sie es beim Kauf von Meerschweinchen keinesfalls so machen sollten wie wir. Wir hatten großes Glück, alle Tiere sind gesund und in der Gruppe klappt es auch gut. Ausserdem erfuhren wir später, dass die von uns gekauften Tiere von einer Mitarbeiterin bei Dehner gezüchtet wurden und von guten Elterntieren abstammen. Unsere neu erkannte Liebe zu den Tieren macht es möglich, dass wir alle Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. Und wir freuen uns tagtäglich über unsere Moppelbande. Der besagte Virus, hat bewirkt, dass zur Liebe auch noch Leidenschaft dazukam, ein weiteres schweres Krankheitssymptom. Deshalb haben wir beschlossen zu züchten. Nein, nicht nur irgendwie vermehren, wenn wir die Dinge anpacken, dann richtig. Unsere Schweinchen sind mit den ersten warmen Tagen nach draußen umgezogen, in ein großzügiges Freilaufgehege. Im Jahr 2008 bekam unsere Moppelbande das wohl beste Weihnachtsgeschenk ihres Lebens: Ein selbstgebautes, isoliertes Holzhaus. Aber wir sind auch für Notfälle aller Art gerüstet. Wenn ein Schweinchen krank werden sollte, kann es natürlich auch im Haus wohnen. Dafür stehen auch schon ausreichend viele Käfige bereit. Unsere Bande scheint sich sichtlich wohl zu fühlen, die Tiere sind zutraulich und quieken freudig wenn wir Futterspender in das Gehege gehen. Das sind die ersten Babys aus unserer damals noch jungen Zucht. Seither wurden schon viele tolle und gesunde Babys bei uns geboren. Das ist immer wieder ein wunderbares Ereignis.
Landshut, Februar 2010
Wir Meerschweinchen und die Kinder
Also, wenn Sie mich fragen, mit den Kindern ist das so eine Sache. Eigentlich haben wir ja nichts gegen die Setzlinge unserer Zweibeiner. Aber manchmal können die uns richtig nerven. Wenn sie uns z.B. stundenlang rumschleppen, plärren, wenn sie uns abgeben müssen, uns einfangen, wenn wir es nicht wollen, oder uns gar noch fallen lassen. Dann sind die auch immer so laut, wo wir doch so empfindliche Ohren haben. Aber am schlimmsten ist, wenn die sich streiten, wer - wen - wann halten darf. Dabei sind wir doch so viele, da muss man doch gar nicht streiten. Und überhaupt, wir wollen doch gar nicht dauernd hochgehoben werden. Und wenn es schon unbedingt sein muss, dann bitte richtig. Außerdem wäre da noch die Sache mit der Käfigreinigung. Wenn die Eltern unserer Zweibeiner nicht wären, wären wir ganz schön arm dran, und würden wahrscheinlich im Dreck ersticken. Na ja, ich kann ja verstehen, dass die vor lauter Schule und anderen komischen Sachen wo ihre Eltern sie immer hinschicken nicht soviel Zeit haben. Aber, das möchte ich doch betonen, wir legen großen Wert auf ein sauberes Zuhause. Mampf, wo ist mein Heu? Haben die doch glatt schon wieder vergessen, uns was zum mampfen zu geben! Hilfe, hört mich denn keiner? Quieeeek! Ich habe Huuunger! Na endlich, da kommt einer von den "Alten"! Und schon werden die "Jungen" wieder geschimpft, weil sie vergessen haben uns zu füttern. Dabei sind doch Alle in der Familie verantwortlich für uns, auch die Eltern, denn die haben den Kindern ja schließlich erlaubt, dass wir ins Haus kommen. Da müssen die schon mithelfen. Na ja, die Kinder müssen wohl ziemlich lange gebettelt haben, dass sie ein Meerschweinchen wollen. Das Blaue vom Himmel haben sie versprochen, was sie alles tun wollen, wenn sie denn nur ein Meerschweinchen bekommen. Und jetzt? Sind halt eben Kinder. Die wissen noch nicht was das heißt, ein Tier zu versorgen. Und genau das sollten die Eltern ihren Kinder so nach und nach vermitteln. Die lieben Kleinen begreifen das aber oft erst, wenn das Tier schon da ist. Und wenn die erst merken, dass so ein Tier eigentlich kein Spielgefährte ist, und richtig Arbeit macht, verlieren sie oft die Lust. Und dann werden wir liegengelassen, als wären wir Stofftiere. Wenn wir Glück haben, versorgen uns dann noch die Eltern. Aber wenn`s ganz schlimm kommt, setzen die uns aus oder bringen uns in so ein Tierheim. Traurig, traurig, traurig. Die Verständigung zwischen uns verschiedenartigen Lebewesen ist auch manchmal ziemlich schwierig. Wir sagen denen ja was wir gerne möchten, aber irgendwie versteht uns keiner so richtig. Und wir verstehen die Zweibeiner manchmal nicht. Aber eine Sprache verstehen wir immer: Futter! Also liebe Eltern, bevor Ihr Euch einen, oder besser drei, von uns ins Haus holt, überlegt bitte genau, ob Ihr Eure Kinder unterstützen wollt. Das müsst Ihr nämlich tun, denn die Kids sind mit der Versorgung eines Haustieres meistens überfordert. Sie können und sollen zwar schon mithelfen, aber so ganz alleine geht es nicht. Und Eure Kinder brauchen Anleitung von Euch, denn die Kleinen können meistens noch kein Fachbuch lesen.
Liebe Grüße Eure Moppeline Lilly
Moppel, das EM Fanschwein
Moppel, eigentlich heisst er Sureprise, war gerade an diesem Tag kastriert worden. Darum saß er in "Quarantäne" im hygienisch mit Tüchern ausgelegtem Zimmerkäfig. Das gefiel ihm nicht so sehr, denn ihm war alleine furchtbar langweilig und er fühlte sich einsam. Als wir Zweibeiner am Abend versammelt vor dem Fernseher saßen, um uns das EM Spiel Deutschland-Portugal anzusehen, saß Moppel immer noch in seinem Käfig. Als es dann beim Spiel richtig zur Sache ging, und wir unser erstes Tor -dank Schweinsteiger- bekamen, quiekte er richtig laut im Käfig los. Wir amüsierten uns, hielten es aber eher für ein Aufforderung, dass wir uns mit ihm beschäftigen sollen. Aber bei jeder Torchance und bei den beiden anderen Toren quiekte Moppel jedes Mal so laut, als würde er wirklich verstehen, was da vor sich ging. Wahrscheinlich wurde ihm nur das Gegröle der Fans im Fernseher zu laut, aber lustig war es schon. Vielleicht ist er ja auch wirklich ein echtes Fussballschwein?
Nächtlicher Futterdieb
Ein bisschen Spaß muss sein: Stefan Raab, alias Professor Haase, als Kunde einer Zoohandlung, der ein Meerschweinchen gekauft hat: You Tube Meerschweinchen
Dieses nette Filmchen habe ich auch bei You Tube gefunden. Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Werner Freise, Graphiker:
Ein Meerschweinchenkrimi, der so wirklich geschehen ist: Dealer in DAH Ein Meerschweinchenkrimi Es geschah in Dachau: Tatzeit: 30.01.2009, Freitag Nacht, 22.30 Uhr In eine dunkle, kleine Gasse biegen nacheinander 2 dunkle PKW ein. Ein Volvo Kombi, Kennzeichen: WTM-XY-unbekannt und ein dunkler Van : Kennzeichen LA-XY-unbekannt. Der Van bleibt stehen und schaltet die Scheinwerfer und den Motor aus. Der Volvo fährt weiter, an dem Van vorbei, prüft, ob "die Luft rein ist". Dann biegt der Volvo abermals in die Gasse ein, bleibt hinter dem Van stehen, schaltet ebenfalls Scheinwerfer und Motor aus. Drei dunkle Gestalten steigen aus den Fahrzeugen aus: 2 Männer, 1 Frau. Die Personen sehen sich um, ob sie beobachtet werden. Dann übergeben die Männer der Frau 3 Pakete, die in daas Auto der Frau eingeladen werden. Unauffällig überreicht die Frau dem Fahrer etwas kleines, unauffälliges, vermutlich Geld. Ein kurzer Wortwechsel, dann steigt die Frau in ihr Auto und fährt davon. Die Männer packen weitere Packstücke mit dubiosem Inhalt in ein Haus und verschwinden darin. Sie sind zufällig Zeuge dieses "Verbrechens" geworden? Sie glaubten Ihren Augen nicht zu trauen? Sie haben tatsächlich gesehen, wie hier mit verbotenen Waren gehandelt wurde? Sie fühlen sich nicht mehr sicher, wenn sie in dieser kleinen, dunklen Gasse in Dachau wohnen? Wir können Sie beruhigen! Der berühmte Inspektor "Adlerauge sei Wachsam" konnte den Fall bereits aufklären! Bei der Frau handelte es sich um eine Meerschweinchenzüchterin aus Landshut, die in Bremen Meerschweinchen für ihre Zucht gekauft hatte. Um den Tieren einen unnötig langen Transport per Tierversand zu ersparen, wurden die Tiere per privater Mitfahrgelegenheit auf die Reise von Bremen nach Dachau geschickt. Von dort holte die Züchterin, der Name ist der Redaktion leider nicht bekannt, die Tiere zu so später Stunde ab, um sie sicher und möglichst schnell in ihr neues Zuhause zu bringen. Bei dem überreichten Geldbetrag handelte es sich um die Benzinkostenbeteiligung für den netten jungen Mann, der sich bereit erklärt hat, die Tiere mitzunehmen. Vielen Dank an R. aus Bremen !
Friedliche Meerschweinchenmutter - ein blutrünstiges Monster??? oder Eule ist verschwunden
30.03.2009 An diesem Morgen bekamen wir noch vor dem Frühstück gleich eine wunderbare Überraschung serviert: Angelina und Soraya hatten beide in dieser Nacht geworfen. Angelina hatte 5 kleine Mäuschen in ihrem Haus und Soraya 4 Babys. Traumhaft schöne Babys, da geht einem das Herz auf. Dass nach 2 Geburten in einem Stall der Käfig gereinigt werden muss, versteht sich für mich von selbst. Also ran an`s Werk. Unter der alten Einstreu fand ich dann noch ein 6. Baby von Angelina, es war leider tot. Das kommt leider immer mal vor. Also habe ich mich nach den Reinigungsarbeiten frisch an`s Werk gemacht und die Babys gewogen, registriert und fotografiert. Danach habe ich sie ganz sicher ALLE wieder in den Käfig gesetzt. Es standen noch andere Dinge an, die zu erledigen waren und nach ca. 1 Stunde wollte ich wieder nach den Babys sehen. Was war denn jetzt los? In der frischen Einstreu ein relativ großer, satter Blutfleck. Zunächst dachte ich, dass eine der beiden Mütter eine Nachblutung hätte. Aber als ich sie untersuchte, war weiter nichts auffällig. Plötzlich hatte ich da so ein komisches Gefühl im Bauch, und hob das Häuschen in dem die Babys saßen hoch. Mir fiel sofort auf, dass Eule, so hatte ich sie getauft, fehlte. Auch unter dem andern Häuschen war nichts zu sehen. Nicht im restlichen Käfig, nicht im Auslauf, nirgendwo war Eule. Nur der Blutfleck am "Tatort". Kannibalismus ??? Mein Schmuseschwein Angelina ? Sie war doch immer eine gute Mutter! Was war geschehen - war sie möglicherweise überfordert, weil sie so viele Babys gleichzeitig um sich hatte - die von Soraya waren ja auch noch da- und ist völlig ausgerastet? Ich konnte es nicht verstehen. Man kann sich vorstellen, welche Gedanken mir durch den Kopf gingen. Vor allem fand ich es unlogisch, dass das bereits verstorbene Baby unberührt war, und ein augenscheinlich gut lebensfähiges Baby wurde gefressen. Sie war ja nicht mal die Kleinste im Wurf. Das Fliegengewicht Esprit mit knapp 50 g war nämlich noch munter. Am selben Abend hatte ich Angelina mit den restlichen 4 Jungen bei mir auf dem Schoß, weil ich mir dachte, dass es bei dem Fliegengewicht Esprit hilfreich wäre, wenn ich sie ein bisschen zusätzlich mit Welpenmilch päpple - vor allem mit dem Gedanken im Kopf, dass die Mutter wegen der Überlastung nochmals ausrasten könnte. Ich wollte die 5 gerade in den Käfig setzen, habe das Kistchen mit der Familie auf den Boden vor dem Käfig abgestellt, da wird die Mutter total unruhig und will wegrennen, rastet irgendwie aus. Ich habe sie dann, so gezappelt wie sie hat, ganz schnell in den Käfig gesetzt und die 4 Babys dazu. Dann war es zwar etwas unruhig im Gehege, aber nichts weiter auffällig. Am nächsten Morgen wollte ich einer Freundin die Babys zeigen. Ich voran, ging in Richtung Wohnzimmer und sah ein Baby außerhalb des Geheges Richtung Käfig rennen. Zuerst dachte ich, dass eines von den Verbliebenen ausgebüchst sei. Als ich es dann gefangen hatte, sah ich, dass es die tot geglaubte Eule war! War die kleine Maus ( auch so ein Leichtgewicht von 60 g), irgendwie durch das Gitter geschlüpft und hatte sich wohl in den (mit kleinen Meerschweinchenäugelein betrachtet) unendlichen Weiten unseres Wohnzimmers verlaufen. Also kein Kannibalismus, nur eine kleine Ausreisserin (Gott sei Dank, ich habe schon schwere Zweifel gehabt, ob Meerschweinchen wirklich Veganer sind ;-) ) ! Der größere Blutfleck muss wohl tatsächlich eine Nachblutung gewesen sein. Meerschweinchen gut - Alles gut.
Frau Meier, die Amsel
Eine kleine Geschichte, die sich am Sonntag den 21.06.09 ereignete und ausnahmsweise einmal nichts mit unseren Meerschweinchen zu tun hat. Ca. 6.00 Uhr morgens, es ist Sonntag, also liegt die ganze Familie noch schlafend im Bett. Aber nicht mehr lange. Mutter wird von einem ungewöhnlichen Geräusch geweckt, das sie Anfangs nicht zu deuten weis. Da ihr der Schlaf heilig ist, versucht sie dieses Geräusch zu ignorieren und dreht sich um um weiterzuschlafen. Da - da ist das Geräusch wieder, es hört sich irgendwie merkwürdig dumpf an, als ob etwas scharren würde. ICH WILL SCHLAFEN! Erneuter Versuch wieder einzuschlafen. Doch da ist es schon wieder, herrschaftzeiten, kann man denn nicht mal am Sonntag ausschlafen?! Mutter steht auf, um zu sehen, was da so komisch tut. Geht in die Küche, da ist es wieder, es scheint irgendwie aus der Wand zu kommen. Dann Stille. Mutter geht wieder ins Bett und wundert sich. Jetzt ist es wieder da - ganz deutlich - da wird doch nicht etwa??????? Jetzt brauchte ich männliche Verstärkung, zumal ich nicht wusste, wo der Kaminschlüssel liegt. Vater wird geweckt. Es dauert etwas, bis er wach wird und begriff, was ich ihm da sage: Im Kamin ist ein Tier....oder vielleicht ein Poltergeist....oder der Weihnachtsmann steckt fest? Also nun gemeinsam und mutig ans Werk. Vater stand auch nur sehr widerwillig auf! Der Kaminschlüssel wurde geholt und das Türchen, das sonst nur der Kaminkehrer öffnet, aufgeschlossen: Da schaut sie mich verschreckt an, Frau Meier, wie wir die kohlrabenschwarze, rußige Amsel spontan getauft haben. (Wir haben das gleichnamige Kinderbuch, eine sehr nette Geschichte). Sie war wohl irgendwie in den Kamin gefallen und hatte Glück gehabt, dass noch nicht eingeheizt war. Zuerst versuchte sie verschreckt davonzufliegen, was ihr aber nicht gelang, da die Haustüre noch zugesperrt war. Erschöpft landete sie am Fuß der Treppe und ließ sich nun bereitwillig aufheben um von mir ins Freie getragen und in die Freiheit entlassen zu werden.
Kinderlied: Zehn kleine Meerschweinchen zur musikalischen Frühförderung der Kinder von Meerschweinchenbesitzern ;-) und zum Vorsingen für eure Meerschweinchen ;-)
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