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Krankheiten der Meerschweinchen - wenn man einen Tierarzt braucht
Verletzung/Unfall/Erkrankung eines Meerschweinchens:
Nach der Erstversorgung sofort zu einem Tierarzt bringen. Der nächsterreichbare Tierarzt ist bei Notfällen immer der Beste!
Bitte unbedingt vorher anrufen! Der Tierarzt muss sich auch erst auf den Notfall vorbereiten und außerdem nützt es nichts wenn Sie den Tierarzt nicht antreffen!
An Sonn- und Feiertagen und Nachts
Notdienst der Landshuter Tierärzte:
0871-8000 437
(Auf Ansage achten, Schreibzeug bereithalten)
Bei Tierärzten außerhalb von Landshut können sie in der Regel durch einen Anruf in der Praxis (Anrufbeantworter) die Notfallnummer erhalten.
Bei schweren Verletzungen sollten Sie sich evtl. umgehend mit der Tierklinik der Ludwig-Maximilian-Universität in München in Verbindung setzen.
Tel: (089) 2 18 00
Leider kennt sich nicht jeder Tierarzt wirklich mit Meerschweinchen aus. Auch wenn auf dem Praxisschild "Kleintiere" steht, kann man leider nicht davon ausgehen, das der Tierarzt der Richtige für das Meerschweinchen ist. Deshalb ist es gut, bereits einen Tierarzt zu kennen, bevor es zu einem Notfall kommt. Empfehlungen von Züchtern können da gut weiterhelfen.
Daran kann man einen guten Tierarzt erkennen:
1. Er untersucht das Meerschweinchen gründlich. Er untersucht Augen, Zähne, Ohren und die Analregion
2. Er erklärt die Diagnose genau, gibt genaue und ehrliche Auskunft über die Heilungschancen und Möglichkeiten, sowie über eventuell anfallenden Kosten .
Wenn das Meerschweinchen folgende Symptome zeigt, darf man nicht lange warten und sollte sofort zum Tierarzt gehen. So manches Meerschweinchen ist schon gestorben, weil es zu spät zum Tierarzt gebracht wurde.
verklebte, eitrige, tränende oder getrübte Augen
geschwollene Lider
verkrustete Nase, Nasenbluten oder Nasenausfluss
ständiges Niesen
Atembeschwerden, Atemgeräusche
Schwellungen oder Verkrustungen an den Lippen
Durchfall (SOFORT zum Tierarzt)
verklebte Analregion
Verstopfung
veränderte Beschaffenheit des Kotes (Form, Farbe, Geruch)
Appetitlosigkeit
aufgeblähter Bauch
mattes struppiges Fell, kahle Stellen Juckreiz
Lähmungserscheinungen
Schmerzlautäußerung
Beulen, Schwellungen, Abszesse
häufiges Husten
zu lange, schiefe oder einrollende Zähne
starker Speichelfluss, nasses Kinn (kann ein Hinweis auf Zahnprobleme sein)
Schwellungen und Veränderungen am Gesäuge und an den Geschlechtsorganen
Gewichtsabnahme von mehr als 50 g pro Woche oder kontinuierliche Gewichtsabnahme
Hautrötungen und Hautveränderungen, schuppige Haut (kann ein Hinweis auf Pilz- oder Ungezieferbefall sein)
Blut im Urin, ständiges Urin absetzen, gekrümmte Körperhaltung, stark stinkender Urin
verkrustete und nässende Ohren
dauerndes Drehen im Kreis, Gleichgewichtsstörungen oder Krämpfe
Diese Informationen sind für den Tierarzt wichtig:
Alter
Gewicht
Symptome
Zeigt es Schmerzäußerungen?
Nahrungsaufnahme (Wie viel? Zeigt es Appetit?)
Kotabsatz
vorangegangene Erkrankungen
Medikamente, die das Tier bekommt oder bekommen hat
So kann man dem Meerschweinchen den Tierarztbesuch erleichtern:
Transport nur in einer geeigneten Transportbox, mit Handtuch drunter und Heu, einem Stück Gurke oder was es sonst gerne mag, zur Ablenkung.
Ein mitgenommener Artgenosse erleichtert den Tierarztbesuch, bei kranken Müttern oder Babys immer die ganze Familie mitnehmen, da sonst der Trennungsstress zu stark ist.
