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Informationen zur Zucht von Meerschweinchen
1 + 1 = viele
Meerschweinchenzucht und was man darüber wissen sollte
In erster Linie, sollte
jeder, der sich mit dem Gedanken trägt Tiere zu züchten, erst einmal
darüber nachdenken, ob und wie er für die Jungtiere Abnehmer findet.
Wenn es nur darum geht, ein Weibchen einmal zu einem Bock zu setzen,
nur „um mal zu sehen was dabei heraus kommt", kann man noch lange nicht
von Zucht sprechen. Denn, dass den Gesetzen der Natur folgend, Männlein
und Weiblein irgendwann Nachwuchs bekommen, ist so ziemlich sicher.
Von der einfachen Vermehrung von Meerschweinchen
zur Züchtung ist es ein großer Schritt. Leider lassen es vorwiegend
unerfahrene Halter oftmals zu, dass sich die Tiere unkontrolliert vermehren.
Ein seriöser Züchter weiß zuvor schon ziemlich genau,
was bei einer Verpaarung heraus kommt und kennt meistens mehrere Generationen
der Vorfahren seiner Tiere. Wenn er diese nicht kennt, nimmt er Testverpaarungen
vor, um Aufschluss über die genetischen Eigenschaften des Tieres zu
erhalten.
Ein Züchter steckt sich ein genau definiertes
Zuchtziel
. Er verpaart gezielt nur Tiere mit
einer speziellen Haarstruktur und eines Farbtypus. Falls von einer Verdünnungsfarbe
zu wenige Tiere vorhanden sind, greift er auf Vollfarbentiere zurück
und erhält erst in der übernächsten Generation wieder die gewünschte
Farbe. Daher und zur Vermeidung von
Inzucht muss
ein Züchter zwangsläufig mehrere Dutzend Tiere artgerecht unterbringen
können und so eine Linie aufbauen.
Was sollte man also alles bedenken, wenn man plant
Meerschweinchen zu züchten?
1. Platz
Habe ich genug Platz um Jungtiere notfalls auch etwas
länger zu behalten, wenn sich momentan kein neues zu Hause findet? Ich
spreche von einem neuen zu Hause, weil es nicht das Ziel einer Zucht
sein kann, dass die Tiere geboren werden um in einer Tierhandlung zu
landen. Diese „Zwischenstation" sorgt bei den Tieren für eine unnötige
Belastung und sollte nur im äußersten Notfall angestrebt werden. Bevor
die Tiere aber im Zoo als Schlangenfutter enden, ist das vielleicht
noch der bessere Weg, die Tiere zu vermitteln. Denn in der Zoohandlung
kauft in der Regel keiner ein teures Meerschweinchen um es zu verfüttern.
2. Finanzen
Der Finanzielle Aspekt ist nicht außer Acht zu lassen.
Habe ich genügend Geldreserven um bei eventuellen Notfällen während
der Schwangerschaft oder Geburt einen Tierarzt bezahlen zu können? Meerschweinchenzucht
ist alles andere als ein Gewinn bringendes "Geschäft". Der Verkauf einiger
Tiere deckt nicht einmal ansatzweise die hohen Kosten für die artgerechte
Versorgung der Tiere.
3. Genetik
Dies ist bei Meerschweinchen ein sehr wichtiger Aspekt,
denn ohne ein gewisses Grundwissen über Rassen, Vererbung und Farblehre
kann es zu sehr traurigen Ergebnissen kommen. Hier reicht es nicht aus,
sich im Internet mal schnell eine Seite durchzulesen. Das betrifft vor
allen Dingen die Zucht von
Dalmatiner
,
Schimmel
und
Satinmeerschweinchen
. Es
gibt Zahlreiche Informationen zur Zucht dieser Farbschläge in der gängigen
Fachliteratur. Wenn Sie planen, eine dieser Farbschläge zu züchten,
müssen sie unbedingt das nötige Hintergrundwissen erwerben.
4. Amtliches
Eine häufige Frage ist: Brauche ich eine Genehmigung
um eine Meerschweinchenzucht zu betreiben?
Das ist von den Vorschriften ihres örtlichen Ordnungsamtes
abhängig. Bitte fragen sie dort gezielt nach, bevor sie eine Zucht beginnen.
Das Ordnungsamt Landshut fordert eine Anmeldung wenn
man mehr als 100 Jungtiere/Jahr bekommt. Dann erst ist eine Veterinäramtsärztliche
Prüfung erforderlich.
5. Unterkunft
Der Käfig/ Stall sollte groß genug sein, um einen
eventuell zu erwartenden Babyboom artgerecht unterzubringen. Die gewohnte
Umgebung sollte nicht verändert werden, weil das für die Eltern nur
zusätzlichen Stress bringt und für die Jungen in der Regel nicht erforderlich
ist. Der Käfig sollte von Außen abgedeckt werden, um die Mutter und
die Jungtiere nicht zu stören.
6. Wann können Meerschweinchen sich paaren?
Biologisch gesehen können Meerschweinchen sich das
ganze Jahr über paaren. In unseren Breitengraden ist das aber nur bei
Indoorhaltung zu empfehlen. Besser ist es auf jeden Fall, die Verpaarung
so zu planen, dass die Geburt in die Monate April bis Oktober fällt,
da in dieser Zeit der Speiseplan durch frisches Grünfutter optimal ergänzt
werden kann.
7. Die Auswahl der Zuchttiere
-
Die Elterntiere müssen rundum gesund und
kräftig sein
-
Weibchen sollten mindestens 4 Monate, aber
keinesfalls älter als 1 Jahr für den ersten Wurf sein und ein
Mindestgewicht von 600g, mit 1 Jahr ca. 900 g haben. Weibchen
dürfen wegen der Gefahr einer
Trächtigkeitstoxikose
zur Zucht niemals mehr als 1100 g wiegen, bevor sie gedeckt
werden. Weibchen sollten ab einem Alter von 3 Jahren nicht mehr
werfen müssen.
-
Männchen sollten ca. 1/2 Jahr alt sein und
mindestens 800 g wiegen.
-
Nach Möglichkeit sollte man die Eltern der
auserwählten Tiere anschauen. Daraus kann man Konstitution,
Größe und Farbe beurteilen.
Trächtigkeit und Geburt
Video
einer Meerschweinchengeburt
SEITENANFANG
Zuchtziele
An dieser Stelle möchte ich noch ein kritisches Thema ansprechen.
Jeder Züchter von Tieren sollte ein bestimmtes Zuchtziel haben.
Der Eine spezialisiert sich nur auf eine bestimmte Rasse, in
einer bestimmten Farbe, dem Anderen ist nur die Rasse wichtig,
und dann gibt es noch die, denen das Wichtigste ist, Tiere zu
züchten, die ausschließlich dem vorgegebenen Rassestandart entsprechen.
Soweit so gut. Letzteres ist aber nur dann sinnvoll, wenn der
vorgegebene Rassestandart nicht zu Skelettveränderungen führt,
welche schwere gesundheitliche Schäden und letztlich den Tod
vieler Tiere zur Folge haben können. Ein häufiges Problem ist
auch, dass die als Rassestandart erwünschte, runde Kopfform
zu einer Knickung des Tränen-Nasen-Kanals führt. Dadurch kommt
es zu einem Rückstau der Tränenflüssigkeit. Die Tiere haben
Augenausfluss, der virale oder bakterielle Infekte verursachen
kann. Durch den angezüchteten zu kurzen Kiefer kommt es zu einem
noch gravierenderen Problem. Unser Tierarzt muss im Durchschnitt
jeden Monat 2 Tiere einschläfern, die nicht mehr fressen können,
weil die Backenzähne durch den angezüchteten zu kurzen Kiefer
so stehen, dass sie sich nicht abnutzen, dadurch werden die
Zähne schnell zu lang und wachsen in den Gegenkiefer ein. Das
führt zu schmerzhaften Entzündungen und Abszessen, wodurch die
Tiere große Qualen erleiden. Das traurige Ende eines Schönheitsideals.
Ähnliche Probleme gibt es übrigens auch bei anderen Tierrassen.
Schönheitsideale: Nur ein fehlerfreies Meerschweinchen ist
ein gutes Meerschweinchen? Nein, das finden wir nicht. Der Rassestandart
schreibt vor, wie ein "schönes" Meerschweinchen auszusehen hat.
Da gibt es dann eine Liste mit sogenannten Zuchtfehlern. Das
kann zum Beispiel ein Faltohr sein, oder ein falsch platzierter
Haarwirbel. Diese Tiere gelten dann als "zur Zucht nicht geeignet".
Man stelle sich vor, es klingelt bei Ihnen an der Tür. Vor Ihnen
stehen drei graue Eminenzen. Sie werden vorgeführt, begutachtet
und beurteilt. Vielleicht ist ihre Nase nicht ganz so wie die
von Germanys next Topmodell, oder das linke Ohr steht vielleicht
ein wenig ab, der Stirnansatz ist zu hoch, die Haare zu lockig
oder zu glatt? Dann bekommen Sie eine Bescheinigung, auf der
steht, dass Sie keine Kinder haben dürfen, weil Sie nicht dem
Rassestandart entsprechen. Wir sind ALLE Geschöpfe Gottes. Wer
gibt uns das Recht zu bestimmen was schön ist und was nicht?
Wahre Schönheit kommt doch bekanntlich nur von Innen.
Für uns ist für uns bei der Zucht
wichtig:
-
die Eltern müssen beide gesund und kräftig
sein
-
die Weibchen bekommen nach jeder Geburt
erst einmal eine Erholungspause von mindestens 3 Monaten
bevor sie neu gedeckt werden dürfen.
-
Wenn es Probleme mit der Vermittlung
der Jungen gibt, z. B. in der Ferienzeit, wird vorläufig
nicht mehr gedeckt.
-
Inzucht gibt es bei uns nicht und wir
führen ein ordnungsgemäßes Zuchtbuch.
-
Wir wollen unsere Zucht in einem relativ
kleinen, überschaubarem Rahmen halten.
SEITENANFANG
Last, but not least, unser Zuchtziel, was
das Aussehen unserer Angoras betrifft:
Wir möchten, dass unsere Angoras möglichst
viele Wirbel bekommen. Die Farbe ist dabei eher sekundär. Es
ist auch nicht leicht passende Angoras zur Zucht zu bekommen,
da es nur wenige Züchter dieser Rasse gibt.
Genetisch ist das Angorameerschweinchen ziemlich identisch
mit dem Peruanermeerschweinchen. Aber sie unterscheiden sich
deutlich durch Anzahl und Sitz der Wirbel. Trotzdem ist ein
Peruanermeerschweinchen mit Fehlwirbeln nicht automatisch ein
Angorameerschweinchen. Dazu gehört schon ein bisschen mehr als
nur ein oder zwei zusätzliche Wirbel. Es ist aber möglich Peruaner
mit einzukreuzen, wenn man z. B. eine bestimmte Farbe züchten
möchte und kein passendes Angoraweibchen zu finden ist. Deshalb
findet man bei uns auch ein paar Peruanerweibchen in der Moppelbande.
Die Babys mit den besten Wirbeln behalten wir dann zur Weiterzucht.
Das soll aber nicht heissen, dass die anderen Babys keine netten
Meerschweinchen sind. Sie werden als Liebhabertiere an Meerschweinchenfreunde
verkauft.
Warum wir nicht zu Meerschweinchenausstellungen
gehen:
An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass wir uns, auch auf
die Gefahr hin uns mit diesen Worten bei einigen Meerschweinchenliebhabern
und Züchtern unbeliebt zu machen, von Meerschweinchenausstellungen
distanzieren.
Wir sind der Meinung,
dass wir das unseren Tieren nicht antun wollen. Der Stress, dem die
Meerschweinchen dabei ausgesetzt werden, muss doch nicht sein.
Dies ist unsere persönliche Meinung, und ich bitte alle Züchter
die meine Seiten besuchen, dies zu respektieren, so wie auch
ich die Meinung der anderen Züchter respektiere. Jeder muss
für sich entscheiden was er tut.
Wir leben im Zeitalter der Technik.
Wenn jemand wissen möchte, wie die verschiedenen Meerschweinchenrassen
aussehen, kann man sich jederzeit im Internet informieren. Hier
gibt es unzählige schön gestaltete Seiten, auf denen die verschiedenen
Rassen vorgestellt werden. Auch
hier
finden Sie eine Seite, auf der die Rassen zu sehen sind.
Was hat denn mein Tier von dem Preis?
-
Eine Urkunde? Die kann kein (Meer-)schwein
lesen.
-
Eine Rosette am Käfig? Ist nur zum Anknabbern,
aber nicht fressbar. Also uninteressant.
-
Ein Pokal? Der verstaubt nur im Regal.
Außerdem eignet er sich nicht als Futternapf.
Was mein Meerschweinchen
bei der Ausstellung und allem was dazugehört empfindet, das
kann es mir leider nicht sagen. Es ist auch nicht einfach, aus
der Mimik und Gestik der Meerschweinchen zu lesen. Man sieht
ihnen ihre Gefühle nicht so leicht an, kann höchstens,
das kleine Herzchen schlagen fühlen. Und das kann ganz schön
schnell klopfen. Aber es ist so sicher wie das Amen in der Kirche,
dass ein Meerschweinchen keinerlei Interesse daran hat, auf
den Präsentierteller gesetzt zu werden.
Das bedeutet eine Ausstellung für ein Meerschweinchen:
- Lange Anfahrt zur Ausstellung
= Stress
- Fremde Umgebung = Stress
- Laute, ungewohnte Geräusche
= Angst und Stress
- Viele fremde Menschen = Angst
und Stress
- Enge Ausstellungskäfige - ein
Meerschweinchen will sich bewegen können.
SEITENANFANG
Schimmel und Dalmatinerzucht
Schimmel und Dalmatiner haben in der Meerschweinchenzucht
eine Sonderstellung und sollten, wenn überhaupt, nur von erfahrenen
Züchtern gezüchtet werden.
Warum ist das so?
Schimmel und Dalmatiner tragen das Letal - Gen Rnrn (bei allen
anderen rnrn) welches bei ein Verdopplung zum Tod des
Nachwuchs oder schweren Behinderungen führt. Was ist zu beachten:
Verpaare niemals:
- Schimmel x Schimmel
- Schimmel x Dalmatiner
- Dalmatiner x Dalmatiner
-
Schimmel x Meerschweinchen mit Weissscheckung
Dalmatiner x Meerschweinchen mit Weissscheckung
Jedes Meerschweinchen, das auch
nur ein einziges weisses Haar aufweist, ist, sofern
die Abstammung nicht 100% geklärt ist, vorsichtshalber
als Schimmel anzusehen und darf nicht mit Schimmel oder
Dalmatinermeerschweinchen verpaart werden.
Ob es Sinn macht, diese Tiere die einen
so folgeschweren Gendefekt haben, zu züchten, sei dahingestellt.
Fakt ist aber, dass es durch gewollte oder ungewollte Vermehrungen
längst zu einer Vermischung gekommen ist.
Weitere Infos zu
Schimmel und Dalmatinermeerschweinchen
Genauere Informationen zur Zucht von
Angorameerschweinchen finden Sie auf der Seite:
Rasseporträt Angorameerschweinchen
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Satinzucht und Ostedystrophie
Satinmeerschweinchen: Erkennbar an ihrem
auffällig glänzendem Fell, gibt es in allen Rassen und Farben.
Es handelt sich hier um eine genetisch vererbbare Besonderheit
in der Fellstruktur. Die Haare sind hohl und
reflektieren das Licht in besonderer Weise, dadurch entsteht
der besondere Glanz. Sie vererben leider häufig die
Osteodystrophie (OD)
. Meerschweinchen, die an OD erkrankt sind, werden durchschnittlich
nur ca. 2 Jahre alt.
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Inzucht
Grundsätzlich sollten keine Geschwister
miteinander verpaart werden und auch keine Eltern mit Kindern
- Inzucht muss vermieden werden.
Mögliche Folgen der Inzucht:
Schlucklähmung: Verpaarung aus
Inzucht/Inzest ist häufig Ursache der gefährlichen Schlucklähmung,
die oft den Tod der Meerschweinchen zur Folge hat
und vielen Meerschweinchen-Freunden sicher ein Begriff ist.
Schlucklähmung muss sofort behandelt werden, bei älteren
Tieren kommt meist jede Hilfe zu spät.
Verkürzung der Lebensdauer
Die Meerschweinchen erreichen eine geringere
Körpergröße
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Definition von Inzucht/Inzest
Bei einem hohen Inzuchtgrad über mehere
Generationen zeigt sich, dass die Tiere kleiner werden und
einen schwächeren Körperbau haben. Oftmals verringert sich
die Fruchtbarkeit und sie werden krankheitsanfälliger.
In der Natur wird Inzucht durchaus auch
immer wieder vor, besonders bei Meerschweinchen, die ja
in großen Familienverbänden leben. Dennoch reguliert die
Natur hier auch immer wieder, da laufend Familienmitglieder
die Gruppe verlassen (insbesondere Böcke) und aber auch
neue Familienmitglieder dazu kommen.
Wann immer ein Abwandern der Tiere nicht
möglich ist, entsteht Inzucht zwangsläufig über mehrere
Generationen. Die Genvielfalt vermindert sich und es kommt
zu genetischen Veränderungen und Inzuchtschäden.
Genauso, wie negative Eigenschaften durch die abnehmende
Genvielfalt verstärkt werden, verstärken sich aber auch
positive Eigenschaften. Das macht sich die Zucht zunutze,
wenn sie Inzucht einsetzt, um ganz bestimmte Zuchtziele
zu erreichen. Dabei ist dann meist allerdings die Rede von
Linienzucht. Bei einer echten Linienzucht sind aber nicht einzelne Inzuchtverpaarungen
gemeint, sondern ein aufwändiges Zuchtprogramm, dass im
Idealfall mehrere Linien umfängt, die untereinander nicht
verwandt sind, aber sehr ähnliche Eigenschaften aufweisen.
Als Inzestzucht bezeichnet man
Verpaarungen von Tieren, die ersten Grades miteinander verwandt
sind. Also Geschwisterverpaarungen, Vater-Tochter oder Mutter-Sohn
Verpaarungen.
Solche Verpaarungen sind grundsätzlich
abzulehnen. Leider kommen sie bei diversen Meerschweinchenvermehren
nur allzu oft vor.
Es gibt
Formeln
, den Inzuchtkoeffizienten zu berechnen.
Es gibt in der Literatur Angaben, dass
ein Inzuchtkoeffizient ab 20% bedenklich ist, vor allem,
wenn er über mehrere Generationen auftritt. Dann sind ernsthafte
Schäden durch Inzuchtdepression nachweisbar. Leider kann
ich hier nur die Informationen der Fachwelt übernehmen und
selbst dazu keine Stellung nehmen.
Zur besseren Übersicht und Vereinfachung
der Thematik gibt es diese Liste:
| Verpaarung
|
Inzuchtkoeffizient
% |
| Elternteil
X Kind |
25,00% |
| Vollgeschwister |
25,00% |
| Halbgeschwister |
12,50% |
| Onkel X Nichte,
Tante X Neffe |
12,50% |
| Großelternteil
X Enkelkind |
12,50% |
| Zweifache Cousins
ersten Grades |
12,50% |
| 4-fache Halbcousins
ersten Grades |
12,50% |
| 3-fache Halbcousins
ersten Grades |
9,38% |
| 1-fache Cousins
ersten Grades |
6,25% |
| 2-facher Cousin
ersten Grades X Cousin zweiten Grades |
6,25% |
| 2-facher Halb-Cousins
ersten Grades |
6,25% |
| 1-facher Cousin
ersten Grades X Cousin zweiten Grades |
3,13% |
| 2-fache Cousins
zweiten Grades |
3,13% |
| 1-fache Halb-Cousins
ersten Grades |
3,13% |
| 1-fache Cousins
zweiten Grades |
1,56% |
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